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3 spezielle Dinge, die du in 10 Tagen Dauer-Meditation (Vipassana) lernen kannst

In 10 Tagen kannst du mehr lernen, als du denkst. Hier erfährst du, welche 3 Dinge ich besonders im Vipassana Kurs gelernt habe. Alle Informationen zum Kurs findest du in meinem Erfahrungsbericht.

10 Tage können dich nicht verändern, aber du kannst dich in 10 Tagen verändern.
Mont Soleil Vipassanakurs

Bereits der Aufstieg zum Zentrum ist steil

Es sind nicht die 10 Tage, die dich verändern, es ist deine Einstellung während des Kurses. Ich ging mit absoluter Entschlossenheit in diesen Kurs und habe mir selber gesagt, dass ich das hier zu 100% durchziehe und mein Leben danach anders sein wird. Wenn du eine ähnliche Entschlossenheit an den Tag legst, kannst du viel in diesem Kurs erreichen.

Es ist nicht der Vipassana Retreat-Kurs, der dich verändert. Aber wenn du selber sagst, dass du dich im Kurs verändern willst und alles daran setzt, wirst du grosse Veränderung erreichen. In diesem Meditationskurs lernen die Leute so viel, wenn sie es entschlossen durchziehen.

Durch die gesteigerte Bewusstheit wirst du deine Gewohnheiten und Denkweisen mehr denn je feststellen und unzählige Dinge lernen. Mir wurden ebenfalls unzählige Dinge bewusst.

Die drei grössten Veränderungen erfährst du jetzt. Diese möchte ich für dich als Inspiration festhalten.

1. Mit Entschlossenheit geht alles

Früher haben mir Leute öfters mitgeteilt, dass ich eine Spur entschlossener sein könnte, ein Tick männlicher und dominanter. Ich habe diese Aussagen immer physisch gehört, aber irgendwie nicht richtig hingehört. Ich dachte, dass ich einfach so bin wie ich bin.

„Das Schlimmste in allen Dingen ist die Unentschlossenheit.“

Napoleon I. Bonaparte

Mit dem Vipassana 10 Tageskurs habe ich das definitiv realisiert und es hat sich komplett geändert.

Im Meditationskurs trainierst du deine Entschlossenheit (Adhiṭṭhāna) und bringst sie auf ein neues Level. Denn am 4. Tag wird das „Sitzen mit grosser Entschlossenheit“ eingeführt. Während der einstündigen Meditationen, sollst du dich kein Stück bewegen.

„Eine Stunde im Schneidersitz ohne mich zu bewegen, Wie bitte?“ -> Das dachte ich zu Beginn.

Denn zuvor hatte ich mich mindestens 5-6mal in der Stunde bewegt bzw. die Position verändert. Nach 20-30 Minuten hast du bereits Schmerzen und willst deine Beine öffnen.

Macht es Sinn, sich an Schmerzen zu gewöhnen?

Nein, nicht an reale Schmerzen. Was du begreifen wirst, ist, dass die meisten Schmerzen nur in deinem Kopf kreiert werden. Die Schmerzen sollen dich dazu bringen, dich zu bewegen. Denn durch das stille Sitzen und die Konzentration auf dich selber wird dein Geist gereinigt. Und das Hirn will diesen Prozess vermeiden. Deshalb erzeugt es diese Schmerzen.

Wie du dir das selber beweisen kannst?

Wenn du eine solche Sitzung gemacht hast und dich nach einer Stunde wieder bewegst, schmerzt zu Beginn alles (Wirklich!). Aber bereits nach 10 Minuten gehen, merkst du, wie alles wieder weg ist.

Du hattest höllische Schmerzen und dennoch ist nach 10 Minuten gehen praktisch alles weg. Glaube meiner Aussage nicht blind, probiere es selber aus, wie du gerne möchtest.

Durch diesen Durchhaltewillen entwickelst du eine enorme Entschlossenheit, wenn du es durchziehst. Du nimmst Schmerzen in Kauf, weil du weisst, dass sie vergänglich sind. Sie sind nur vorübergehend. Ich kann es dir definitiv empfehlen, weil ich mich nach 7 Tagen mit diesen Sitzungen (Adhiṭṭhāna), grundlegend verändert habe.

„Wenn der Wille da ist, sind die Füße leicht.“

aus Großbritannien

Es gilt zu begreifen: Wenn du wirklich willst, dann geht fast alles.

Und wenn du wirklich willst, kann ein vorübergehender Sturm deinem Willen nichts anhaben.

„Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.“

Charles F. Kettering

Zeige bei den Sitzungen (wenn der Sturm kommt) also Entschlossenheit und ziehe es gar nicht in Betracht, dich zu bewegen. Dann wirst du auch „den Ozean“ überqueren. Natürlich solltest du trotzdem abwägen, ob deine Sehnen und Muskeln danach noch ganz sind:) Schätze einfach kurz ab: Ist der Sturm vorübergehend? Wenn ja, dann ziehe es durch!

Wie ich nach dem Kurs bin?

Vorher habe ich öfters mal gezögert, Dinge nicht richtig angepackt und die letzte Entschlossenheit war auch nicht vorhanden. Aber das habe ich damals überhaupt nicht gesehen.

Jetzt nach dem Kurs packe ich Dinge an, ich erledige sie (Take Action) und entschliesse mich schneller zu meinen Entscheidungen. Ich führe Dinge mit mehr Entschlossenheit durch. Früher dachte ich, ich wäre entschlossen, heute fühle ich mich entschlossen.

Mein Mindset hat sich in dieser Beziehung grundlegend verändert. Der 10 Tageskurs der Vipassana Meditation hat mir gezeigt: Wenn du möchtest, kannst du alles erreichen bzw. durchziehen. Du musst nur 100% Wollen! Mit Entschlossenheit bist du auch fähig, kurzfristige Hindernisse (Schmerzen) in Kauf zu nehmen, weil du das langfristige Ziel im Kopf hast.

Was du durch Meditation lernen kannst

2. Anicca, alles ist vergänglich

Anicca bedeutet so viel wie: Alles ist vergänglich. Alles ist unbeständig. Dinge kommen und gehen wieder. Gefühle kommen und gehen wieder. Es ist eine universelle Wahrheit.

Und die Erkenntnis davon, wird dich ein Stück weit frei machen. Diese Erfahrung erhältst du durch die Selbstbeobachtung deines Körpers. Nach 10 Tagen realisierst du definitiv, dass alle Gefühle (z.b in deinem Arm) kommen und wieder gehen.

Du verstehst, dass alles kommt und wieder geht. Nicht hält ewig. Nichts bleibt für immer. Selbst unser Körper kommt und geht wieder.

Gerade bei den Gefühlen lebte ich oft so, dass ich gewisse Gefühle vermeiden wollte. Wenn die Gefahr von Ablehnung aufkam, vermied ich die Situation, weil sie zu dem Gefühl der Ablehnung geführt hätte und mich das „verletzen“ könnte.

Dabei gilt es zu verstehen: Alle Gefühle haben die gleiche Eigenschaft. Sie kommen und gehen wieder. Das Gefühl der Zurückweisung ist nur vorübergehend. Aber der Erfolg, den du daraus ziehen könntest, bringt dich deinem Ziel ein Stück näher.

Du kannst diese Wahrheit jetzt so auf deinem Computer lesen und sie mit deinem Verstand verstehen, aber das im eigenen Körper zu erfahren ist viel wichtiger. Wieso? Das erkläre ich im nächsten Punkt.

Wie ich nach dem Kurs bin?

Jetzt nach dem Kurs bin ich viel lockerer. Ich verstehe, dass alles vergänglich ist. Jeder Erfolg, jedes Scheitern ist vergänglich. Aber die Gewissheit, dass du getan hast, was du wolltest, die bleibt.

Weil ich mir diesem Punkt bewusst bin, agiere ich mehr, habe ich weniger Angst vor „negativen“ Gefühlen, die aufkommen könnten. Du agierst automatisch mehr, weil du weisst: Heute Abend steige ich in mein Bett, egal ob mich diese Frau ablehnt oder nicht.

Egal ob meine ganze Kleidung verregnet und nass wird, heute Abend zuhause, bin ich so oder so wieder trocken. Wenn du nichts ändern kannst/willst, dann akzeptiere es so wie es ist. Mit dieser Erkenntnis kannst du dich fast nicht mehr über Dinge im Alltag aufregen. Anicca, alles ist vergänglich.

Trotzdem strebst du natürlich dein Ideal im Leben an. Es geht mit „Anicca“ schlicht darum, sich nicht an Dinge zu klammern bzw. notwendige Dinge zu vermeiden.

3. Erfahren vs. Wissen

Etwas intellektuell mit dem Verstand verstehen und etwas Erleben/Erfahren sind komplett verschiede Dinge. Selbst diese Aussage kann intellektuell verstanden werden, aber sie ist von Vielen noch nicht erfahren worden.

„Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.“

Johann Wolfgang von Goethe

So drückt es Goethe aus. Wie oft sprichst/denkst du über etwas, hast es aber noch nie selber angewendet bzw. getan?

In 10 Tagen Vipassana Meditation habe ich das feststellen dürfen. Wie mit „Anicca“ bereits erwähnt: Ich wusste bereits vorher, dass alles vergänglich ist. Aber es für 10 Tage am eigenen Körper zu spüren bringt das Verständnis auf die Erfahrungsebene.

Genau so ist es mit allem im Leben: Du verstehst es mit dem Verstand, ja. Bevor du es nicht selber angewendet hast, solltest du nicht Stunden darüber nachdenken oder sprechen.

Ich war früher (bildliches Beispiel) so: Ich habe alle Schwimmtechniken gelernt und intellektuell verstanden. Ich wusste genau, wie warm das Wasser sein sollte für den Körper… dass man nach dem Schwimmen nass ist… usw. Aber selber einfach ins Wasser springen und die Theorie erleben? Das habe ich oft umgangen. Ich blieb lieber in meinem Kopf.

„Informationen bedeuten Macht, wenn man entsprechend handelt.“

Tony Robbins (Das Robbins Power Prinzip*)

Wie ich nach dem Kurs bin?

Jetzt nach dem Kurs tue ich viel mehr als zuvor. Ich bin proaktiver und mutiger. Wenn ich zu lange über etwas spreche, höre ich auf und wende es an. Anstatt weitere Stunden zu sprechen.

Ich gehe auf Leute zu, gehe wieder auf Dates, schreibe Artikel, meditiere täglich, treibe wieder Sport und tue weitere Dinge, die ich nicht immer getan habe. Die Neugierde in mir wurde geweckt. Während der Meditationen bemerkte ich:

Wir sind auf der Erde, um Dinge zu erleben, nicht um über Dinge zu sprechen. Du musst nicht verstehen, was hinter Grosszügigkeit steckt, sei grosszügig. Du musst nicht verstehen, was Mut ist, sei mutig.

Ich befasse mich natürlich immer noch gerne mit diesen Themen und spreche auch gerne darüber. Aber es gibt einen Punkt, bei dem du einfach realisierst: Jetzt wurde genug gesprochen. Bevor ich das Gefühl richtig erlebe, will ich gar nicht mehr weiter darüber sprechen.

Ich hatte mich so oft mit Erfolg befasst, aber dann wirklich einen Tag „erfolgreich“ sein (Früh aufstehen, entschlossen arbeiten, proaktiv sein), ist etwas ganz anderes. Nun lebe ich nach Erfolg, Gesundheit, Liebe usw! Nicht umsonst schreibe ich plötzlich längere Artikel, die noch ausführlicher und besser recherchiert sind:)



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